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Die zauberhaften Spiele des Israel Oxman
In Israels Armee dient der einzige Militärzauberer der Welt
Von Ulrich W. Sahm — Jerusalem
Mancher wird sich schon gewundert haben, wie es Israel immer wieder gelingt, Husarenstücke, Kommandounternehmen voller Chuzpe im Herzen arabischer Feindesländer und andere, reichlich unerklärliche Taten zu vollbringen. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, meinen einige. Vielleicht treibt Israels Militär gar Zauberei, dürften sich gelegentlich die überlisteten Gegner Israels gedacht haben.
Diese Erklärung liegt nicht ganz fern der Wahrheit! Israels Armee hat tatsächlich den einzigen und ersten Militärzauberer in ihren Reihen. Der Gefreite Israel Oxman, 19, firmiert unter dem Künstlernamen „Caljustro der Phantastische", läßt zwar keine Atomreaktoren spurlos verschwinden, treibt dafür aber Zauberei mit einer brennenden Zigarette in dem Barett des Lagerkommandeurs. Seit seinem zwölften Lebensjahr früh geübt in der Fingerfertigkeit eines Magiers – unter der Anleitung seines Onkels – begann Israel Oxman seine militärische Karriere schon bei der Musterung: „Ich habe sie alle verrückt gemacht. Als der Zahnarzt mir befahl, den Mund zu öffnen, kam ein Pingpongball heraus. Der Armeepsychologin holte ich eine Spielkarte aus dem linken Ohr heraus. Und als ich in beide Arme gleichzeitig eine Spritze bekam, spuckte ich die Medizin in einem dicken Strahl wieder aus meinem Mund aus. Beim Armeephotographen ging dessen Blitzgerät schon los, ehe er abgedrückt hatte."
Oxman trägt bei seinen Auftritten in den Militärlagern die übliche Uniform. Er hat kurzgeschorene blonde Haare und malt sich ganz im Stil der Punkbewegung schwarze Striche ins Gesicht. „Ich glaube, daß der Punk tiefe Bedeutung hat. Ich arbeite gerade an einer Zauberschau, ganz im Stile des Punk", meint Oxman, ohne sicher zu sein, daß er mit seinem Plan bei den Militäroberen auch wirklich durchkommen wird. Zu seinen Requisiten gehören drei weiße Tauben, bunte Taschentücher, ein Zauberstab, ein Zylinder und natürlich Spielkarten. „Das Taubenfutter und die bunten Tücher werden ganz offiziell im jährlichen Militärbudget neben F-16-Jägern, Munitionsrunden, Panzern und Raketenschiffen aufgeführt."
Er tritt immer in Uniform auf, wagte es aber noch nicht, mit Handgranaten oder Pistolen zu zaubern: „Das kann zu gefährlich werden, wenn die Soldaten versuchen sollten, mich nachzuahmen." Außerdem gebe es ein Gesetz in der israelischen Armee, wonach Waffen niemals zweckentfremdet werden dürften. Aber immerhin „untergräbt" er die Militärdisziplin, wenn er ausgerechnet die Mütze des Lagerkommandanten, der doch so sehr auf Disziplin bei seinen Soldaten achtet, erbittet, und darin eine brennende Zigarette ausdrückt ohne natürlich ein Loch zu hinterlassen.
Dennoch dürfe Oxman es nicht zu weit treiben, wenn er sich über die Militärdisziplin „lustig macht". Sein Beispiel werde Schule machen, versichert Oxman, der in israelischen Militärcamps in der heißen Wüste, auf dem verschneiten Hermonberg oder an der feuchten Küste aufgetreten ist. „Ich komme mit der Nachfrage der Soldaten, die mich sehen wollen, gar nicht mehr nach", sagte Oxman über die Zuschauer. Enttäuscht ist er nur, wenn die Soldaten während der Vorstellung plötzlich verschwinden, weil der Dienst sie ruft. „Da hört dann meine Zauberei auf."
פרטי הפרסום: Hannoversche Allgemeine — 26. Sept. 1981
עיתונאי: ULRICH W. SAHM, ARIEH BEN ELIEZER 15, 93 756 JERUSALEM — ISRAEL, TEL: 00972-2-718240
[הערה: כתבה זו בגרמנית, לא בעברית. מדובר בכתבה על ישראל אוקסמן, הקוסם הצבאי היחיד בצבא ישראל, המכונה "קליוסטרו הפנטסטי".]
מקור: ארכיון קליוסטרו

